Gesundheit

Grasmilben lauern im Garten: Bisse behandeln und Symptome erkennen

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Der Ratgeber für Insektenstiche

Warme Sommertage könnten nicht besser sein – wenn da nicht eins wäre: die lästigen Insektenstiche.

Großer Ratgeber: Wer von Mücken und anderen Insekten gestochen wurde, kann etwas gegen die Folgen tun. (Quelle: t-online.de)


Die Larven der Grasmilbe sind alljährlich im Sommer aktiv. Ihr Biss kann Quaddeln an Kniekehlen und Füßen hervorrufen sowie wochenlang anhaltenden Juckreiz auslösen. Wie Sie erkennen, ob in Ihrem Garten Grasmilben lauern und was Sie gegen die Plagegeister tun können.

Überblick

Sie sind klein und unscheinbar, aber die Bisse haben es in sich: Grasmilben, auch Herbstmilben (Neotrombicula autumnalis), Herbstgrasmilben oder Erntemilben genannt, leben im Boden und legen ihre Eier im Gras ab. Im Sommer schlüpfen die Milbenlarven, die auf der Suche nach eiweißreicher Nahrung sind und Mensch und Tier beißen.

Bisse der Grasmilbe

Die Larven besiedeln die Spitzen von Grashalmen und befallen zum Beispiel die Füße von Menschen, die barfuß oder nur mit Sandalen bekleidet durchs Gras streifen. Sie wandern oft an den Beinen hoch und beißen sich an einer geeigneten Stelle fest.

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Die Grasmilbenlarven bevorzugen dünnhäutige aber auch feuchtwarme Körperstellen wie Knöchel, Unterschenkel, Bauchnabel, Kniekehlen oder Achselhöhlen. Sie stechen nicht zu, sondern beißen ihre Opfer. Mit ihren sichelförmigen Mundwerkzeugen dringen sie in die Haut ein und sondern ein Sekret in die Wunde ab, das die oberste Zellschicht der Haut aufweicht. Anschließend saugen sie einige Stunden lang Zellsäfte und Lymphe, vereinzelt sogar Blut, und verlassen dann den Körper wieder.

Grasmilben befallen auch Hunde, Katzen und Pferde

Hund beim Tierarzt: Grasmilbenlarven greifen bei Hunden gerne die Zwischenräume der Pfoten an. (Quelle: O_Lypa/Getty Images)

Auch Hunde, Katzen und Pferde leiden unter den Parasiten. Dabei kann es vorkommen, dass sich die Milben im Fell in kleinen Nestern sammeln. Beliebte Stellen beim Hund sind die Zwischenräume der Pfoten, Schenkelbeugen, Bauch und Brust sowie der Augen- und Nasenbereich. Katzen werden bevorzugt an den Innenseiten der Ohren oder an der Schwanzspitze attackiert, Pferde besonders am Kopf von den Grasmilbenlarven besiedelt.

Den Befall erkennen Sie daran, dass sich das Tier häufig kratzt oder betroffene Stellen ableckt. Im Fell sind eventuell winzige orange-gelbe Punkte zu erkennen. Hundehalter können den Bauch und die Beine des Tieres nach einem Spaziergang mit Wasser abwaschen und so die Larven abspülen.

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Oft bemerken Halter den Befall gar nicht, da die Grasmilben die Tiere nach dem Biss wieder verlassen. Gegen den Juckreiz bei Hunden, Katzen oder Pferden wirken entzündungshemmende Salben, die der Tierarzt verschreibt. Eine Übertragung der Larven von den Tieren auf den Menschen ist nicht zu befürchten.

Grasmilbenbiss: Symptome beim Menschen

Einen Grasmilbenbiss spürt man im ersten Moment nicht, da die Larven die oberste Hautschicht nur minimal verletzen. Als Reaktion auf das Sekret der Grasmilbenlarve bilden sich aber etwa 24 Stunden nach dem Biss rund um den Saugkanal stark juckende, rote Quaddeln. Der Juckreiz kann sich noch bis drei Tage nach dem Biss steigern und bis zu zwei Wochen anhalten.

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Da die Rötungen erst einige Stunden nach dem Grasmilbenbiss auftreten, bringen die meisten Menschen sie nicht mit dem Aufenthalt im Freien in Verbindung und verwechseln sie oft mit Mückenstichen. Ein Grasmilbenbiss ist im Grunde harmlos, denn er verursacht zwar starken Juckreiz, die Larven übertragen aber keine Krankheiten.

Jeder Mensch reagiert jedoch anders auf einen Milbenbiss. Während einige kaum darunter leiden, reagieren manche sehr heftig auf den Kontakt mit der lästigen Milbe. Halten die Symptome mehr als zwei Wochen an, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann nötigenfalls Antibiotika verschreiben. Menschen, die unter einer Grasmilbenallergie leiden, können sogar Bläschen an den Bissstellen entwickeln. Auch hier kann ein Arzt weiterhelfen.

So behandeln Sie Grasmilbenbisse

Quaddeln und Knötchen auf dem Arm: Bei einigen Menschen kann der Biss der Grasmilbenlarve heftige Reaktionen auslösen. (Quelle: imago/imagebroker)

1. Widerstehen Sie dem Juckreiz. Kratzen Sie nicht an der betroffenen Stelle, da sonst Bakterien in die Wunde eindringen und eine Entzündung auslösen können.

2. Desinfizieren Sie die Haut. Behandeln Sie die Erntekrätze, wie der Grasmilbenbiss im Volksmund auch genannt wird, schnellstmöglich mit Desinfektionsmittel oder 70-prozentigem Alkohol. Falls die Milbe noch an der Haut saugt, wird sie hierdurch zudem getötet.

3. Lindern Sie den Juckreiz. Dabei helfen Salben und kühlende Cremes aus der Apotheke. In schweren Fällen kann ein Arzt eine Cortisonsalbe oder ein Antihistaminikum verschreiben. Alternativ kann die Bissstelle mit Zitronensaft betupft oder mit Salzwasser abgerieben werden, auch Zwiebelsaft lindert den Juckreiz.

Grasmilben bekämpfen

Im eigenen Garten können Sie Grasmilben mit folgenden Methoden bekämpfen:

Grasmilbenbisse vorbeugen

Hohes Schuhwerk wie Gummistiefel und geschlossene Kleidung sind ein guter Schutz gegen Grasmilben. Wer im Sommer jedoch leichtes Schuhwerk bevorzugt, kann Füße und Unterschenkel vor dem Aufenthalt im Freien mit Insektenschutzmitteln einreiben. Auch die Kleidung lässt sich mit solchen Mitteln behandeln.

Nach dem Liegen auf einer befallenen Wiese sollten Sie rasch duschen und die Kleidung wechseln, damit Grasmilben keine Chance haben. Wer die Milben einmal ins Bett getragen hat, wird sie nur schwer wieder los. Dazu müssen Bettzeug und Laken gründlich gereinigt oder in die Tiefkühltruhe gelegt werden.

Test: Grasmilben im eigenen Garten?

Die Larven der Milben sind kaum 0,3 Millimeter groß und daher zu klein, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. Um festzustellen, ob der eigene Garten von Grasmilben befallen ist, können Sie den Papiertrick anwenden. Dazu wird an einem sonnigen Tag ein weißes Blatt Papier auf dem Rasen ausgelegt. Beim Befall des Rasens sind die rötlichen Tiere auf dem weißen Untergrund des Papiers gut sichtbar.

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