Wissen und Technik

Schulen fehlt es digital an allem

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Schulen sind wegen der fehlenden IT-Ausstattung kaum in der Lage, Jugendliche auf das Leben in der digitalen Welt vorzubereiten: Das kritisiert die GEW.

Nur in wenigen Schulen gibt es eine gute IT-Ausstattung.

Ein leistungsfähiges Wlan-Netz in Schulen? Genügend Laptops oder PCs für Schülerinnen und Schüler, und die Geräte sind sogar gewartet? Aus Sicht der Lehrkräfte hapert es bei allen diesen Voraussetzungen für digitales Lernen an deutschen Schulen ganz gewaltig. Dieser Befund wird jetzt durch eine Umfrage unter Mitgliedern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bestätigt. 82 Prozent der befragten Lehrkräfte fordern demnach eine Verbesserung der digitalen Ausstattung.

„Die Kolleginnen und Kollegen sind damit dramatisch unzufrieden“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe bei der Vorstellung der Umfrage am Montag in Berlin. Wegen der unzureichenden Bedingungen seien Lehrkräfte „nicht in der Lage, Schülerinnen und Schüler auf das Leben in der digitalen Welt vorzubereiten“. Das sei ein „Armutszeugnis für ein so reiches Land wie Deutschland“.

Besonders dringend: die Wartung von Geräten

Befragt wurden rund 2700 Mitglieder der Gewerkschaft nach der Gebäudequalität ihrer Einrichtungen. Für besonders dringend halten Lehrkräfte die technische Wartung von Geräten (genannt von 94 Prozent der Befragten), die Bereitstellung von Hardware für Lehrkräfte und Lernende (90 Prozent) sowie ein leistungsfähiges Wlan-Netz (89 Prozent). In Sachsen-Anhalt etwa seien erst 36 von 800 Schulen überhaupt an das Glasfasernetz angeschlossen, kritisierte Tepe – was die Voraussetzung für eine schnelles Netz im Schulgebäude ist. Die GEW-Vorsitzende appellierte an den Bundestag und Bundesrat, möglichst schnell den Weg für den Digitalpakt und die damit verknüpfte Lockerung des Kooperationsverbots in der Bildung freizumachen.

Die mangelnde digitale Ausstattung betreffe alle Schulen, sagte Tepe: egal ob sie sich sonst in einem guten oder schlechten baulichen Zustand befinden. Aber auch sonst sei bei den Schulgebäuden viel zu tun. Es fehlten oft Rückzugsräume für Schüler und Lehrkräfte und überhaupt passende Räume für einen Ganztagsbetrieb. Viele Schulen müssten grundlegend saniert werden. Angesichts der großen Herausforderungen im Schulbereich fordert die GEW einen Bildungsgipfel von Bund, Länder und Kommunen. Diese müssten endlich an einem Strang ziehen, anstatt sich immer gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, sagte Tepe.


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