Gesundheit

Ministerin Klöckner und Nestlé: Umstrittenes Video wird geprüft

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Julia Klöckner lobt Nestlé

Ein Tweet aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sorgt für Empörung im Netz. Denn Julia Klöckner lobt darin die Strategie von Nestlé. (Quelle: t-online.de)

Umstrittenes Video auf Twitter: Julia Klöckner lobt Nestlé und erntet dafür reichlich Kritik. (Quelle: t-online.de)


Ein Video sorgt für Empörung: Darin lobt Ernährungsministerin Klöckner (CDU) eine umstrittene Initiative aus ihrem Haus und auch einen nicht weniger umstrittenen Konzern. Das könnte nun Folgen haben.


Foto-Serie mit 15 Bildern

Nach massiver Kritik an einem Video von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé prüft die Medienanstalt Berlin-Brandenburg den Clip. “Wir wollen erstmal hören, was da passiert ist”, sagt eine Sprecherin der Medienanstalt. Daher wolle die Behörde sich mit dem Ministerium über den Hintergrund des Videos austauschen.

Ministerin dankt Nestlé-Chef

Grundsätzlich sei der Einrichtung immer an Transparenz gelegen, betont die Sprecherin. Den Clip hatte das Ministerium bereits am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter gepostet. Darin bedankt sich die Ministerin beim Nestlé-Deutschlandchef Marc-Aurel Boersch für die Unterstützung des Konzerns bei Klöckners Initiative zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Lebensmitteln.

Große Empörung über Video

Diese Initiative berücksichtige eher die Interessen der Industrie als die der Verbraucher, werfen ihr Kritiker vor.

Was die Ernährungsministerin tun könnte:
❌ Nährwertampel einführen
❌ konkrete Zucker-, Fett- & Salzreduktionsziele bestimmen
❌ klare Regeln für Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet, festlegen

Was die Ernährungsministerin tut:
✅ Werbevideo für Nestle drehen

🤦‍♀️🤦‍♀️🤦‍♀️ https://t.co/e5055XZaL1

— Katrin Göring-Eckardt MdB (@GoeringEckardt) June 5, 2019

Aber auch aus einem weiteren Grund ist Klöckner scharfer Kritik ausgesetzt. Auf sozialen Netzwerken warfen zahlreiche Nutzer der Ministerin vor, bei dem Video handele es sich um Schleichwerbung. Zu den Kritikern gehörten auch SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

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