Wissen und Technik

Grimm-Zentrum öffnet wieder sonntags

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Das Grimm-Zentrum der HU öffnet wieder sonntags. Die Uni engagiert dafür einen externen Dienstleister – Kritik kommt von der Personalvertretung.

Kürzer lesen. Der HU-Bibliothek fehlen studentische Beschäftigte.

Das Grimm-Zentrum, die zentrale Bibliothek der Humboldt-Universität, wird ab Februar wieder am Sonntag öffnen. Das gab Ludwig Kronthaler, HU-Vizepräsident für Haushalt, am Dienstag im Akademischen Senat bekannt. Um die Kapazitäten der Bibliothek zu erhöhen, soll ein externer Dienstleister an zwei Tagen in der Woche das Einstellen zurückgegebener Bücher in die Regale übernehmen. Die entsprechende Firma sei bereits für andere Bibliotheken tätig, sagte Kronthaler. Damit reagiere die HU auf die „prekäre Situation für Studierende“, insbesondere in der anstehenden Prüfungszeit. Über diesen Vorgang hatte bereits der Checkpoint des Tagesspiegel berichtet.

Das Grimm-Zentrum hatte die Sonntagsschließung erst im Herbst eingeführt – eine Folge des Konflikts um den Einsatz von studentischen Hilfskräften an den Berliner Unis. Das Arbeitsgericht hatte Mitte 2018 entschieden, diese Hilfskräfte dürften in Servicebereichen wie eben der Bibliothek nicht mehr arbeiten, ihre Stellen müssten vielmehr nach dem meistens höheren Tarifvertrag der Länder (TV-L) ausgeschrieben werden. Die HU hatte deswegen Stellen nicht mehr nachbesetzen können, was zu dem Engpass in ihren Bibliotheken führte. Die HU sei inzwischen dabei, diese Stellen tatsächlich für den TV-L umzuwidmen, wie Kronthaler erklärte. Das brauche aber Zeit, so dass im Moment keine neuen Verträge abgeschlossen werden könnten – auch ein Grund, weswegen die HU auf den externen Dienstleister zurückgreife.

Auch die Jura-Bibliothek soll wieder sonntags offen sein

Kronthaler und Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Lehre, legten in der AS-Sitzung Wert auf die Feststellung, dass die HU keine Leiharbeiter im Grimm-Zentrum beschäftigen wolle. Das hatte der Refrat, die Studierendenvertretung der HU, am Montag getwittert. Bei Leiharbeit würden der HU einzelne Arbeitskräfte überlassen, sagte Kronthaler. Das sei jetzt aber nicht der Fall. Vielmehr kaufe man die Dienstleistung als Gesamtpaket von außen, wie man es etwa auch beim Wachschutz mache. Die Dienstleistungsfirma habe sich vertraglich verpflichtet, den für sie geltenden Tarifvertrag einzuhalten. Die Maßnahme soll für eine Testphase über drei Monate gelten. Eine Vertreterin des Personalrates kritisierte gleichwohl das Outsourcen der Arbeit.

Neben dem Grimm-Zentrum könnte auch die Jura-Bibliothek der HU ab Februar am Sonntag wieder öffnen. Ein Wachschutz soll an dem Tag die Aufsicht gewährleisten. Die Sonntagsöffnung funktioniere aber nur, wenn Nutzer ihre Bücher dann öfter als bisher selber an die korrekte Stelle zurückstellen, heißt es in einem Aufruf auf der Webseite der Jura-Fakultät. Aktuell habe die Bibliothek eine „sehr schlechte Rückstellquote und hohe Verstellquote“. In einer Probewoche will die Bibliothek jetzt evaluieren, ob ihr Appell fruchtet – und bei einer besseren Rückstellquote dann wieder dauerhaft länger öffnen.

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