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Brexit-Abstimmung abgesagt: May trifft Merkel in Berlin

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10.12.18
– 01:45 min


Die britische Premierministerin May zieht die Reißleine, sagt das Votum des Parlaments über ihren mit der EU ausgehandelten Brexit-Plan ab. Sie will nun nachverhandeln. Ihr erster Ansprechpartner: Bundeskanzlerin Merkel.

Die britische Premierministerin Theresa May reist nach der Absage der Brexit-Abstimmung im Unterhaus zu einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Das teilten das Büro der Premierministerin und der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert übereinstimmend mit. "Auf Wunsch der britischen Seite wird Bundeskanzlerin Angela Merkel morgen, Dienstag 11. Dezember, um 13 Uhr die britische Premierministerin Theresa May zum Gespräch empfangen", erklärte Seibert.

Zuvor hatte eine Sprecherin der Bundesregierung erklärt, die Initiative liege nun bei den Briten: "Es ist jetzt zunächst Sache der britischen Regierung, den europäischen Partnern zu erläutern, wie sie sich das weitere Vorgehen vorstellt."

Es geht um Verbesserungen

May hatte wegen der sich abzeichnenden Niederlage die Brexit-Abstimmung im Parlament abgesagt. Wenn das Votum wie geplant am Dienstag abgehalten worden wäre, hätte es eine deutliche Ablehnung des Austrittsvertrags gegeben, sagte May im Unterhaus in London. Sie werde deshalb versuchen, bei anderen EU-Staaten und der EU-Kommission Verbesserung zu erreichen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnte ebenso wie Vertreter Deutschlands und Frankreichs Nachverhandlungen ab. Im britischen Parlament zeichnete sich seit Wochen erheblicher Widerstand gegen das von May mühsam mit der EU-Kommission ausgehandelte Brexit-Vertragswerk ab.

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