Gesundheit

Badeunfälle trotz Saharahitze: Nicht überhitzt ins Wasser springen

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Kinder baden im See: Steigt das Thermometer, suchen viele die Erfrischung im Wasser. Dabei gilt es einige Regeln zu beachten. (Quelle: Imgorthand/Getty Images)

Draußen steigen die Temperaturen – es wird immer heißer. Da scheint der Sprung ins kalte Nass verlockend. Doch es gibt Fehler, die Badende häufig machen und die zum “Kältetod im Sommer” führen können.

Beim Baden sollte man es langsam angehen lassen, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) angesichts der angekündigten Hitzewelle. Begibt man sich nach einem Sonnenbad ins Wasser, sei es wichtig, langsam hineinzusteigen oder zuerst zu duschen, “auch wenn man dafür vielleicht belächelt wird”, so DLRG-Pressesprecher Achim Wiese. Denn springe man überhitzt ins Wasser, sei das schlecht für den Kreislauf.

Nicht alleine Baden gehen

Ratsam sei ebenso, niemals alleine baden zu gehen oder sich zuvor zu vergewissern, dass andere Menschen in der Nähe sind. Wiese appellierte dazu, die Augen offen zu halten, um auch anderen Menschen helfen zu können. Große Anstrengung sollte man möglichst vermeiden und viel Wasser trinken.

Häufige Ursachen für Badeunfälle seien Leichtsinn und Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Das kann zu einer höheren Risikobereitschaft führen, die an unbewachten Badestellen sogar ein Ertrinken zur Folge haben kann. Unfallschwerpunkte sind laut DLRG unbewachte Seen und Flüsse, deren Strömungen oft unterschätzt werden. Bei Seen führt die fehlende Wasserdurchmischung häufig zu großen Temperaturunterschieden (Temperatursprungschicht), was zu Muskelkrämpfen und Kreislaufversagen führen kann. 

Kältetod im Sommer: Springt ein aufgeheizter Mensch ins kalte Wasser, kann der Kälteschock den Kreislauf lähmen. Es drohen Ohnmacht und Muskelkrämpfe. Die Person kann nicht mehr Schwimmen und geht plötzlich unter.

 

Wer ist die DLRG?

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) wurde 1913 in Leipzig gegründet. Sie ist eine gemeinnützige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten. In der größten freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt, sind rund 550.000 freiwillige Helfer ehrenamtlich tätig. Jeder, der im Besitz des Rettungsschwimmabzeichens und mindestens 16 Jahre alt ist, kann Rettungsschwimmer bei der DLRG werden.

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